verkehrs-          
psychologen 24
advocat24 taxgrex24 notare24 kontakt  
Home
Report
Rubriken

Rund um den Punkt
Den Bußgeldkatalog und alle wichtigen Informa- tionen  über das Verkehrszentralregister in Flensburg finden Sie auf der Homepage des Kraftfahrzeugbundesamtes. ...weiter

Literaturverzeichnis zum Thema MPU und Führerscheinentzug:
Eine Einführung ins Thema bieten die in nachfolgen- dem Literaturverzeichnis aufgeführten Bücher. Erfahrungsgemäß kann ein Buch jedoch die individu- elle Beratung durch einen Verkehrspsychologen nicht ersetzen.  ...zum Literaturverzeichnis  

Vorbereitung auf die MPU
...nur die Mutigsten unterziehen sich unvorbereitet diesem Test   ... weiter

Wann wird eine MPU erforderlich ?
Die gesetzlichen Voraussetzungen einer MPU finden sich in unterschiedlichen Bestimmungen .  ...weiter

Ablauf der MPU
Was erwartet den Betroffenen bei einer medizinisch-psychologischen Untersuchung? ...weiter

Psychologische Beratung zum Abbau von Punkten
Ab 14 Punkten in "Flensburg" droht Ärger, dem Führerschein wachsen Flügel! Abbau von Punkten ist angesagt!  ...weiter

Führerscheinentzug - ausländische Fahrerlaubnis?
Die Fahrerlaubnis wurde entzogen! Unseriöse Anbieter locken gegen hohe Gebühren mit einem Wundermittel: Wohnsitz und Führerschein im Ausland! Verdummen Sie nicht Ihr Geld, denn ..   ...weiter

Verkehrspsychologen24 Rubrik
Zum Ablauf der MPU
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird mit dem Ziel  durchgeführt, die von der Fahrerlaubnisbehörde gehegten Zweifel an der Fahreignung des Inhabers einer Fahrerlaubnis oder eines Führerscheinbewerbers auszuräumen. Geklärt werden soll schließlich, ob der Bewerber zukünftig – wieder – ein Fahrzeug führen kann.


Besteht die Pflicht zur Teilnahme an einer MPU?

Die Fahrerlaubnisbehörde kann allgemein nur die Beibringung eines Gutachtens über die Fahreignung anordnen und insoweit die Fragestellung festlegen; sie hat hingegen nicht die Möglichkeit, das Gutachten von Amts wegen einzuholen.

Deswegen muss der Betroffene zwar der Anordnung der Fahrerlaubnisbehörde nicht nachkommen und ein solches Gutachten vorlegen; lässt er sich aber nicht untersuchen oder legt er das Gutachten nicht bei der Fahrerlaubnisbehörde vor – etwa weil es zu seinen Ungunsten ausgefallen ist –, so schließt die Fahrerlaubnisbehörde daraus zulässigerweise bei ihrer Entscheidung auf die Nichteignung des Betroffenen (vgl. dazu weiterführend "Die Erforderlichkeit einer MPU").

Die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens kann im Übrigen nicht angefochten werden, weil es sich um keine selbstständige Maßnahme und damit keinen Verwaltungsakt handelt. Im Rahmen eines etwaig nachfolgenden Verwaltungsrechtsstreits gegen die endgültige Entziehung der Fahrerlaubnis oder die Anordnung von Auflagen wird dann aber auch geprüft, ob die Begutachtung tatsächlich angeordnet werden durfte.


Wie läuft die MPU im Einzelnen ab?

Untersucht werden in der Prüfung lediglich die für die Kraftfahreignung relevanten Eigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Außerdem hat die Prüfung ausschließlich nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen zu erfolgen.

Grundsätzlich wird  die Untersuchung auf den Anlass bezogen und unter der Verwendung der von der Fahrerlaubnisbehörde übersandten Unterlagen über den Betroffenen vorgenommen. Untersuchungsablauf und -inhalt richten sich daher auch nach der von der Fahrerlaubnisbehörde angegebenen Fragestellung – so etwa im Falle eines vom Betroffenen begangenen Alkoholdelikts, ob damit zu rechnen ist, dass dieser künftig erneut ein Kfz unter Alkoholeinfluss führen wird.
Der Prüfer hat sich an die jeweilige durch die Fahrerlaubnisbehörde vorgegebene Fragestellung zu halten, so dass sich die Untersuchung auf die Beantwortung dieser festgelegten Fragestellung beschränkt.

Die Fahrerlaubnisbehörde entscheidet dann am Ende über die Fahreignung in eigener Verantwortung und zieht dafür das medizinisch-psychologische Gutachten als wesentliche Entscheidungshilfe heran. Die MPU dauert etwa vier Stunden und läuft in der Regel entsprechend dem nachfolgenden Aufbau ab.

· Anmeldung und Information

Nachdem der Betreffende zu dem ihm mitgeteilten Termin erschienen ist, hat er sich zunächst anzumelden. Bei dieser Gelegenheit erhält er zugleich noch einige Informationen zum Ablauf der MPU.

So wird der zu Untersuchende etwa auch danach befragt, ob er Einwendungen gegen Tonbandaufnahmen während der MPU erhebt. In der Regel sollte einer solchen Aufzeichnung der Untersuchung jedoch zugestimmt werden, weil sie unter Umständen später als Beweismittel auch zu Gunsten des Betroffenen dienen kann. Für Ausländer, welche der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig sind, kann zudem die Unterstützung durch einen vereidigten Dolmetscher in Anspruch genommen werden.


· Reaktions- und Leistungsfähigkeitstest

Im weiteren Verlauf erfolgt sodann eine Überprüfung der Reaktions- und Leistungsfähigkeit des Betroffenen.

Überprüft werden soll dabei mittels des Einsatzes von Geräten sowie durch die Beantwortung von Testbögen vor allem die Leistungsfähigkeit des Betroffenen, wenn dieser unter Leistungsdruck steht. Darüber hinaus werden aber auch die Schnelligkeit und Genauigkeit der optischen Wahrnehmung, das Reaktionsvermögen bei schnell wechselnden optischen und akustischen Signalen und die Konzentration überprüft.


· Blutentnahme bzw. Urinabgabe

Insbesondere dann, wenn Anlass der MPU das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist, kommt im Rahmen der Untersuchung auch die Entnahme einer Blutprobe und / oder die Abgabe einer Urinprobe in Betracht.

Es ist daher auf jeden Fall zu empfehlen, vor der MPU keinen Alkohol zu trinken und auch keine Mittel zur Beruhigung oder zum Aufputschen einzunehmen. Sollte es krankheitsbedingt erforderlich sein, dass der Betroffene Medikamente einnimmt, empfiehlt es sich, bei der Untersuchung auf diesen Umstand hinzuweisen und diesbezüglich gegebenenfalls eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen (vgl. hierzu auch "Zur Vorbereitung auf die MPU").


· Medizinische Untersuchung

Im Zusammenhang mit der weiterführenden medizinischen Untersuchung des Betroffenen, stellt der untersuchende Arzt vor allem Fragen nach früheren und / oder gegenwärtigen Erkrankungen bei dem Betroffenen selbst sowie in dessen familiären Umfeld.

Bestand der Anlass für die MPU etwa darin, dass der Betroffene unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Kfz im Straßenverkehr geführt hat, wird der untersuchende Arzt regelmäßig nach den früheren sowie den heutigen Konsumgewohnheiten fragen.
Des Weiteren können im Rahmen des medizinischen Untersuchungsteils auch die  Funktionstüchtigkeit von Herz und Kreislauf, die Seh- und Hörkraft und / oder andere körperlichen Funktionen überprüft werden.


· Untersuchungsgespräch mit Verkehrspsychologen

Zumeist abschließend findet das Untersuchungsgespräch mit einem Verkehrspsychologen statt, bei dem regelmäßig zunächst der Lebenslauf des Betroffenen erforscht wird – d.h. der Verkehrspsychologe stellt dem Betroffenen Fragen zu seinem Beruf, Elternhaus, seiner Ausbildung, dem Familienstand, zu seinen finanziellen Verhältnissen, etwaigen Konsumgewohnheiten sowie zu seiner Freizeitgestaltung und anderen persönlichen Dingen.

Es sollen dabei die Ursachen der Gesetzesverstöße – einschließlich der daraus gezogenen Lehren – aus der Sicht des Betroffenen analysiert werden. Hierzu findet eine Gegenüberstellung der früheren und der derzeitigen Einstellung zum zu Grunde liegenden Problem statt. Bezogen auf Alkoholfahrer bedeutet das etwa, dass der Betroffene glaubhaft machen muss, den Alkoholkonsum eingeschränkt oder gar vollständig eingestellt zu haben. Allein die Behauptung, keinen oder weniger Alkohol mehr zu sich zu nehmen, reicht dabei jedoch meistens nicht aus; vielmehr muss der Betroffene darlegen, wieso und weshalb er seine diesbezügliche Einstellung geändert hat. Ehrlichkeit und eine gesunde Selbstkritik sollten dabei eine Selbstverständlichkeit sein.


Was geschieht nach der Durchführung der MPU?

Wurde die MPU vollständig durchgeführt, so ist das entsprechende Gutachten über die Untersuchung zu erstellen. Dieses muss grundsätzlich verständlich abgefasst und außerdem nachvollziehbar sein. Natürlich muss auch die dem Gutachten zu Grunde liegende Fragestellung von der Fahrerlaubnisbehörde vollumfänglich und wissenschaftlich nachprüfbar erörtert worden sein.

Es sollte grundsätzlich bei der Auftragserteilung zur Durchführung einer MPU nicht schon vorab die Zustimmung dazu geben werden, dass das Gutachten direkt von der Begutachtungsstelle an die Fahrerlaubnisbehörde weitergeleitet wird. Vielmehr sollte das Gutachten zunächst ausschließlich an den Betroffenen übersandt werden. Verläuft das Ergebnis der MPU nämlich negativ für den Betroffenen und wird es dennoch an die Fahrerlaubnisbehörde weitergereicht, so verbleibt es in den Behördenakten, was sich sicherlich in Zukunft nicht positiv auswirken dürfte.

Wie bereits ausgeführt, ist der Betroffene nicht gehalten, der Anordnung der Fahrerlaubnisbehörde nachzukommen und das Gutachten vorzulegen – das gilt insbesondere dann, wenn es sich um ein negatives Gutachten handelt. Allerdings ist zu beachten, dass die Fahrerlaubnisbehörde daraus grundsätzlich bei ihrer Entscheidung auf die fehlende Fahreignung des Betroffenen schließt.
Sollte man mit einem negativen Gutachten konfrontiert werden, ist es daher in der Regel ratsamer, den Antrag auf eine – erneute – Erteilung der Fahrerlaubnis zunächst zurückzunehmen. Dann nämlich endet das Verfahren zur Erteilung der Fahrerlaubnis und damit auch die Forderung, ein entsprechendes Gutachten vorzulegen. Im Regelfall kann die MPU beliebig oft wiederholt werden; damit besteht auch die Möglichkeit, aus einem negativen Gutachten die richtigen Schlüsse zu ziehen und es beim nächsten Mal entsprechend besser zu machen.
Es ist zu empfehlen, sich in einem solchen Fall an einen Verkehrspsychologen zu wenden und sich von ihm beraten zu lassen. Dieser kann dann aus dem oder den negativen Gutachten die richtigen Schlüsse ziehen und Ratschläge zum weiteren Vorgehen geben.


Druckversion

News-Archiv
Suchen Sie hier:
Verkehrs-
psychologen
Wir über uns
Leistungen
Nutzungs-
bedingungen
Kontakt
E-Mail
Impressum
Home
 
Werden Sie Mitglied bei verkehrspsychologen24
Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter
  © verkehrspsychologen24.de [Impressum] [zum Seitenanfang]